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Gesunde Ernährung in unserer Kita

  1. Ernährungsbildung

    Kinder im Alter von 1 bis 6 Jahren erlernen ihr Essverhalten maßgeblich durch Imitation von positiv besetzten Vorbildern.
    Ernährungswissen im klassischen Sinne hat in dieser Altersgruppe praktisch keinen Einfluss auf die Lebensmittelauswahl.
    Um den Kindern eine vollwertige Speisenauswahl zu ermöglichen, werden von der Kita entsprechende Speisen angeboten. Um eine abwechslungsreiche Ernährung zu gewährleisten, ist seitens der Eltern darauf zu achten, dass mitgebrachte Speisen ebenfalls dem Ernährungsplan entsprechen.


    1.1 Die Bedeutung der Ernährungsbildung in unserer Kita

    Neben der Aufgabe der Betreuung und Erziehung von Kindern haben wir auch einen Bildungsauftrag(§ 22 Abs. 3 SGB VIII). Diese Aufgaben werden in den Orientierungs- und Bildungsplänen unterschiedlich gestaltet.
    Ziel ist es die soziale, emotionale, körperliche und geistige Entwicklung des Kindes zu fördern.
    Im Sinne einer ganzheitlichen Förderung ist das Handlungsfeld „ Ernährung“ in vielen Bereichen des Alltags präsent und fließt somit in alle Entwicklungsbereiche mit ein.
    Im Hinblick darauf, dass die Grundlagen für ein ausgewogenes Ernährungsverhalten in den ersten Jahren gelegt werden, kommt der Ernährungsbildung ein besonderer Stellenwert zu.
    Ziel unserer ernährungspädagogischen Arbeit ist es, Kinder zu einem selbst bestimmenden und eigenverantwortlichen Umgang mit Essen und Trinken zu befähigen. Dazu gehören die Entwicklung eines Wahrnehmungsgefühls für Hunger und Durst, Geschmacks- und Sinnesschulung, Kenntnisse zur Hygiene und eigenverantwortlicher Umgang mit Lebensmitteln. Darüber hinaus sind uns die positive Förderung von Tischsitten und Esskultur wichtig, über sie werden die Wertschätzung der Lebensmittel und die besondere Stellung der Mahlzeiten im Tagesablauf vermittelt.
    Die regelmäßige Einnahme der Maßnahmen  hilft den Kindern sich im Tagesablauf zu orientieren und zurechtzufinden.

    1.2 Die Bedeutung des Elternhauses und des familiären Umfeldes

    Erste Erfahrungen machen die Kinder in ihrem familiären Umfeld. Daher sind die Eltern wichtige „Imitationsmodelle“ die prägend für das Essverhalten der Kinder sind.
    Mit dem Besuch der Kita erweitert sich das Umfeld der Kinder und weitere Bezugspersonen gewinnen an Bedeutung.
    Gemeinsam mit den Eltern wurden für das Verpflegungskonzept klare Regeln aufgestellt, die die von zu Hause mitgebrachten Frühstücks- und Vespermahlzeiten betreffen, aber auch das Getränkeangebot, Umgang mit Süßigkeiten und Verpflegung bei Festen und sonstigen Festlichkeiten.

     

  2. Organisatorische Rahmenbedingungen

    Gemeinsam mit den Kindern schaffen wir  die Bedingungen für eine positive Essatmosphäre, welche neben der Lebensmittelqualität eine der prägenden Faktoren ist.
    Die gemeinsame Einnahme der Mahlzeiten, bei denen die Kinder ungestört und in Ruhe essen können, ist grundlegende Vorraussetzung. Zur Einstimmung beginnen wir unsere Mahlzeiten mit einem Lied oder Tischspruch.

    2.1 Essenszeiten

    Die Mahlzeiten sind bei uns im Tagesablauf wie fest integriert:

    08.00 Uhr Frühstück
    11.00 Uhr Mittag in den beiden kleinen Gruppen
    11.30 Uhr Mittagessen bei den Großen
    14.30 Uhr Vesper
  3. Verpflegungskonzept

    3.1 Frühstücks- und Vesperversorgung

    Frühstück und Vesper wird von den Kindern selbst mitgebracht. Damit haben Eltern und Kinder die Möglichkeit, besondere Vorlieben und Geschmäcker mit zu bestimmen.
    Nicht nur Obst und Gemüse, sondern auch Getreideprodukte wie Müsli oder Brot/Brötchen mit möglichst hohem Vollkornanteil sollten fester Bestandteil der Frühstücks- und Vesperbox sein.


    3.2 Mittagsversorgung

    Die Mittagsversorgung erfolgt durch ein Tiefkühlsystem, der Anbieter (apetito) liefert tiefgekühlte Speisen, die in der Küche durch unsere Köchin in einem Heißluftverfahren aufgewärmt, verfeinert und ergänzt werden.
    Die Essenpläne sind einsehbar und werden wöchentlich ausgehangen. Der Speiseplan orientiert sich an den Empfehlungen der DGE und den Qualitätsstandards für die Verpflegung in den Kindergärten. Die Mittagsmahlzeit ist abwechslungs- und ballaststoffreich.
    Wir essen gemeinsam, aufmerksam und ohne Ablenkung. Mit Ruhe und Zeit macht das Essen am schön gedeckten Tisch Spaß. Die Kinder lernen selbst zu bestimmen, wie viel sie essen, nehmen Hunger- und Sättigungsgefühle wahr, äußern sich, wenn sie etwas nicht mögen und erleben gesunde kulturvolle Verhaltensweisen vor-, während  und nach den Mahlzeiten. Unser „Kosteklecks“  ermöglicht den Kindern eigene Geschmackserfahrungen zu sammeln.
    Hierbei berücksichtigen wir, dass verschiedenste Sinneswahrnehmungen und persönliche Erfahrungen, Vorlieben und Abneigungen in die Entscheidung für oder gegen ein Lebensmittel einfließen. Wir nutzen die natürliche Neugierde und den  Entdeckerdrang unserer Kinder und führen sie immer wieder an unbekannte Lebensmittel heran. Sie werden mit verschiedensten Obst- Gemüse- und Getreidesorten bekannt gemacht und erleben  durch eigene Tätigkeit das Wachsen, Gedeihen, Pflegen und Ernten der Pflanzen. Durch den Einsatz erlebnispädagogischer Methoden wie „Lernen durch Sinne“ erfahren die Kinder, welchen Geschmack Lebensmittel haben, wie sie sich anfühlen, welchen Geruch sie haben, wie sie von außen und innen aussehen und welche Speisen man aus ihnen herstellen kann.
    In den Gruppen wird regelmäßig selbst Müsli hergestellt, Dips zum Gemüse für eigenen Salat zubereitet, Brot und Kuchen gebacken und gekocht.
    Zur Entedank – Zeit ist es Tradition mit den Eltern gemeinsam bei einem „Fest der Sinne“ Köstlichkeiten auszuprobieren, zu verkosten und zum mitmachen anzuregen.


    3.3 Getränkeversorgung

    In unserem Spielhaus stehen auf jeder Etage Wasserspender und sind für die Kinder jederzeit zugänglich. Ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees stehen für alle Kinder bereit. Zum Frühstück und Vesper wird den Kindern Milch angeboten.
    Fruchtsäfte und Fruchtschorlen werden ausschließlich zu Festen und Feierlichkeiten angeboten.


    3.4 Verpflegung bei Festen und Feierlichkeiten

    Bei festlichen Anlässen wie Ostern, Weihnachten, Geburtstage und Kitafesten kann es ein vom allgemeinen Verpflegungskonzept abweichendes Speisenangebot geben. Auch an diesen Tagen wird darauf  geachtet, dass das Angebot gesund und abwechslungsreich ist. Süßigkeiten und süße Speisen können Teil eines vielfältigen Angebots sein. Welche Lebensmittel an diesen Tagen auf den Tisch kommen, beschließt die Kita in Absprache mit den Eltern.


    3.5 Umgang mit Süßigkeiten

    Die meisten Kinder essen gerne Süßigkeiten wie Schokoriegel, Kekse und süße Brotaufstriche. Gegen eine geringe Menge Süßigkeiten ist nichts einzuwenden. Diese soll jedoch in der Regel außerhalb der Tageseinrichtung, z.B. im Elternhaus konsumiert werden. Wenn Kinder von zu Hause Süßigkeiten mitbringen, kann es zu Neid und Streitereien kommen.

    Daher:
    • keine Süßigkeiten bzw. Kinderlebensmittel in die Brotbox
    • Süßigkeiten dienen nicht als Zwischenmahlzeit
    • Süßigkeiten sind nur zu besonderen Anlässen erlaubt.

    Zweimal monatlich kann im Rahmen der Mittagsverpflegung eine „süße“ Hauptmahlzeit angeboten werden. Darüber hinaus gibt es gelegentlich Süßspeisen und fruchtige Nachtische als Dessert.


    3.6 Umgang mit Lebensmittelunverträglichkeit

    Lebensmittelunverträglichkeiten der Kinder werden in Absprache mit den Eltern berücksichtigt. Bei Allergien benötigen wir ein ärztliches Attest. Es wird ein Informationsblatt erstellt und weitere Maßnahmen eingeleitet.